Onlinejournalismus
#oj studieren
Der Bachelorstudiengang Onlinejournalismus (#oj) ist interdisziplinär und praxisorientiert. Du lernst, journalistisch zu arbeiten – für unterschiedlichste Medien, aber immer mit einem besonderen Blick aufs Digitale. Im Studium geht es um Medien- und Kommunikationswissenschaft und um Ressortwissen, zum Beispiel zu Politik und Wirtschaft.
Digital und innovativ
Das Journalismus-Studium für den Medienwandel
Inhalte in Text, Ton, Bild und Film – rund um die Uhr, immer aktuell, interaktiv und in Kontakt mit den Nutzerinnen und Nutzern – das ist Onlinejournalismus. Wie führe ich ein gutes Interview? Was ist ein Content Management System? Wie finde und recherchiere ich interessante Themen? Wie setze ich sie zielgruppengerecht um? Und was macht eine gute Social-Media-Strategie aus? Im Bachelorstudiengang Onlinejournalismus an der Hochschule Darmstadt lernen die Studierenden es.
Der Studiengang Onlinejournalismus ist einer der wenigen Studiengänge in Deutschland, die sich auf journalistische Onlinemedien konzentrieren. Das Studium ist auf sieben Semester angelegt. Es werden rund 40 Studierende pro Jahr aufgenommen.
Eckdaten im Überblick
| Abschluss: | Bachelor of Arts | Studiengebühren: | Keine |
|---|---|---|---|
| Unterrichtssprache: | Deutsch | Bewerbungsschluss: | 15. Jul |
| Regelstudienzeit: | 7 Semester | Auswahlverfahren: | Nein |
| Beginn: | Wintersemester | Vorpraktikum nötig: | Ja* |
*Verpflichtend ist ein sechswöchiges Grundpraktikum in einer journalistischen Redaktion, das bis spätestens bis zum
Beginn des dritten Studiensemesters absolviert werden muss.
Fundiertes GrundwissenIn den ersten drei Semestern vermitteln wir vor allem Grundlagen, wie journalistisches Schreiben, Recherche oder Medienrecht. Um dieses Wissen von Anfang an praxisnah anwenden zu können, sind in den Studiengang sogenannte ›Lehrredaktionen‹ integriert. In diesen simuliert ihr realitätsnah die Arbeit einer Redaktion und stellt gemeinsam ein Projekt auf die Beine. Außerdem erwerbt ihr allerlei Kenntnisse für das digitale Arbeiten: Hierzu zählen Video- und Audio-Kurse, Web Literacy und Screendesign. Individuelle VertiefungEin umfangreicher Wahlpflichtkatalog erlaubt es Studierenden, Themen in verschiedenen Bereichen zu vertiefen. Dadurch können sie ihr individuelles Profil schärfen. Außerdem erwerben Studierende mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit Kompetenzen im Bereich Umwelt und Journalismus. | Anwendungsorientiertes LernenDer Studiengang Onlinejournalismus ist auf sieben Semester Hinzu kommt ein komplettes Praxissemester, das zusätzlich intensive Einblicke in den Beruf gewährt. Das sechste Semester bietet mit einem „Window of Mobility“ die Gelegenheit zu einem Auslandsaufenthalt. Ein Forschungsprojekt und die Bachelorarbeit schließen im siebten Semester das Studium ab. Die Studierenden erwerben den Grad eines Bachelor of Arts (B.A.). |
“Im Studium habe ich gelernt, wie ich journalistische Format-Ideen umsetzen kann und welche Schritte nötig sind, um daraus marktfähige Produkte zu erarbeiten. Außerdem bietet der Mediencampus gute Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Das ist für das spätere Berufsleben von Vorteil.”
Samba Gueye
Musiker und freier Mitarbeiter der Verlagsgruppe Rhein Main
Semesteraufbau
Das Studium bereitet die Studierenden Schritt für Schritt auf die Praxis vor.
Das Studium ist auf sieben Semester angelegt. Das 4. Semester ist ein Praxissemester, in dem die Studierenden in einer journalistischen Redaktion Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen können. Das 6. Semester ist ein „Window of Mobility“ – in diesem Semester können Studierende ein Auslandssemester einplanen.
Verpflichtend ist ein sechswöchiges Grundpraktikum in einer journalistischen Redaktion, das bis spätestens bis zum Beginn des dritten Studiensemesters absolviert werden muss.
Ankommen und Grundlagen lernen
Im ersten Semester lernen die Studierenden die Grundlagen des Journalismus kennen und legen damit das Fundament für ihr weiteres Studium. Zu den Grundlagen zählen unter anderem Recherche, Medienbeobachtung und erste journalistische Schreibübungen in der Textwerkstatt.
Technik und Darstellung
Außerdem lernen die Studierenden Werkzeuge für die digitale journalistische Arbeit kennen. Die Studierenden arbeiten mit Content Management Systemen und können Ideen für webbasierte journalistische Produkte entwerfen.
Wahlpflichtkurse
Neben Vorlesungen und Seminaren zu Recht und Ethik, multimedialem Erzählen oder Politik und Gesellschaft, wählen die Studierenden die ersten Wahlpflichtkurse (WPs). Diese werden jedes Semester bedarfsorientiert entwickelt. Hier können die Studierenden bereits einen Schwerpunkt setzen.
Sozial- und kulturwissenschaftliches Begleitstudium (SuKs) sowie Sprachen
Neben den journalistischen Seminaren müssen die Studierenden bis zum Ende ihres Studiums jeweils zwei Sprach- und SuK-Kurse absolvieren. Mehr Infos dazu gibt es im Modulhandbuch.
Semesterprojekt
Im dritten Semester starten die Studierenden ihr erstes von drei Semesterprojekten. In der Lehrredaktion simulieren sie realitätsgetreu Redaktionssitzungen und arbeitet im Team. Die entstanden Projekte sind vielfältig: Podcasts, Blogs oder Magazine.
Praxissemester
Im vierten Semester schnuppern die Studierenden in einem mindestens 18-wöchigen Pflichtpraktikum in die Medienbranche rein. Das Praktikum können sie zum Beispiel beim Radio, Fernsehen oder in Zeitungsredaktionen absolvieren.
Semesterprojekte und WPs
Wie bereits im dritten Semester bauen die Studierenden auch im fünften und sechsten Semester ein Projekt auf. Außerdem gestalten sie ihren Stundenplan nun individuell: Die Studierenden können aus mehreren Wahlpflichtkursen wählen und so ihr eigenes Profil gestalten.
Theorien und Methoden
Um die Studierenden auf die Bachelorarbeit vorzubereiten lernen sie kommunikationswissenschaftliche Theorien und Methoden kennen. Das Wissenschaftliche Arbeiten wird somit innerhalb des Studiums ebenfalls behandelt.
Research Project
In einem Forschungsprojekt entwickeln die Studierenden eine Forschungsfrage mit dazugehörigem Forschungsdesgin. Begleitet wird das Projekt von den Dozent*innen, die auch die Bachelorarbeit betreuen.
Bachelorprojekt
Das Bachelorprojekt wird in einem Zeitrahmen von drei Monaten alleine oder zu zweit erstellt. Die Studierenden haben die Wahl zwischen der Konzeption bzw. Umsetzung eines praktischen Projekts oder dem Verfassen einer empirischen Arbeit.
Das Studium bereitet die Studierenden Schritt für Schritt auf die Praxis vor.
Es ist auf sieben Semester angelegt. Das vierte Semester ist ein Praxissemester, in dem die Studierenden in einer journalistischen Redaktion Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen können. Das sechste Semester ist ein „Window of Mobility“ – in diesem Semester können Studierende ein Auslandssemester einplanen.
Verpflichtend ist ein sechswöchiges Grundpraktikum in einer journalistischen Redaktion, das bis spätestens bis zum Beginn des dritten Studiensemesters absolviert werden muss.
Die Sozial- und Kulturwissenschaften (SuK) sind interdisziplinäre Studienfächer, die gesellschaftliche Zusammenhänge aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Die Lehrveranstaltungen decken ein breites Spektrum an Themen ab – von Ethik, Recht und Wirtschaft über Philosophie und Psychologie bis hin zu kulturellen Fragestellungen. Studierende im Studiengang Onlinejournalismus belegen im Verlauf ihres Studiums verpflichtend zwei SuK-Module.
Im Laufe ihres Studiums absolvieren Studierende des Onlinejournalismus zwei verpflichtende Sprachkurse. Das Sprachenzentrum der h_da bietet hierzu eine breite Auswahl: Neben verschiedenen Englischkursen gibt unter anderem Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Deutsche Gebärdensprache zur Verfügung – jeweils auf unterschiedlichen Niveaustufen. Für den Einstieg in höhere Kursstufen ist ein Einstufungstest erforderlich.
Mit drei Textwerkstätten und vertiefenden Kursen zu Stilistik, journalistischen Genres und Storytelling legen wir großen Wert auf die Sprach- und Textausbildung. Zu allen Projekten werden jeweils passende Zielgruppen bestimmt – mit Blick auf große Publika steht die Verständlichkeit der entwickelten Medienangebote im Zentrum.
Die beruflichen Perspektiven im digitalen Journalismus sind vielfältig und bieten spannende Möglichkeiten. Zugleich wird die Branche vom Medienwandel, wirtschaftlichem Druck und technologischem Fortschritt herausgefordert.
Unsere Absolventen arbeiten in einem breiten digitalen Praxisfeld, das neue ebenso wie lang etablierte Medienmarken umfasst. Der Schwerpunkt liegt auf der Arbeit in digitalen Teams oder Redaktionen. Die Arbeitsbedingungen dort sind geprägt durch:
- Vielfältige Angebotstypen,
- hohen Zeit- und Aktualitätsdruck,
- starke Konkurrenz um die Aufmerksamkeit von Nutzerinnen und Nutzern,
- die intensive und zielgerichtete Nutzung von Social Media für Distribution und Community Building,
- hohe Erwartungen an multimediales Erzählen und Interaktionspotentiale und
- kurze Innovationszyklen
Mit der Digitalisierung haben sich die beruflichen Anforderungen für Journalist*innen verändert. Das gilt zum einen für die grundlegenden journalistischen Tätigkeiten Recherche, Dokumentation und Entwicklung von Inhalten, die zunehmend durch neue Technolgien und insbesondere durch Künstliche Intelligenz geprägt werden. Es gilt aber auch für die Kommunikationsbeziehungen, die in den digitalen Medien dialogisch oder community-orientiert angelegt sind und sich häufig in mehr oder minder ausgeprägter Abhängigkeit von Drittanbieter-Plattformen entwickeln.
Insbesondere technologische Innovationen wie Künstliche Intelligenz und Augmented Reality prägen den Onlinejournalismus und ermöglichen neue Arbeitsweisen, Formate und Optionen der Personalisierung. Zugleich verändert sich das Konsumverhalten: Podcasts und Video-Clips gewinnen an Bedeutung und viele User mögen sogenannten Snackable Content. Medienhäuser haben auf Digital-First-Strategien umgestellt und stehen vor der Herausforderung, sich aus Plattformabhängigkeiten zu lösen – etwa durch Direct-to-Consumer-Strategien wie Newsletter oder Apps. Monetarisierungsmodelle wie Abos, Crowdfunding und Partnerschaften werden zentral, wodurch wiederum der Fokus auf Community-Building und User-Engagement steigt. Das Vertrauen in die Inhalte wird durch hohe Transparenz und stringente Faktenprüfung gestärkt. Viele Redaktionen und journalistische Teams bemühen sich, ihre Diversität zu steigern. Neue Ideen, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind entscheidende Faktoren, um sich in dieser dynamischen Medienlandschaft gut zu entwickeln.