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Echo

Projekte

Echo macht unbewusste Körperreaktionen im Usability-Test sichtbar – für empathischeres Design und neue Perspektiven auf Nutzerfeedback.

Ein Studienprojekt von Katja Bozic
4. Semester, 2025
Betreuende Dozierende: Design: Prof. Tsune Tanaka, Technisches: Romina Marsico & Max Studanski, Management: Sarah Antes

 


Wie fühlt sich gutes Design an?

Diese Frage steht im Zentrum des Projekts Echo, das sich mit der Rolle des Körpers im Usability-Testing beschäftigt. In klassischen Tests bleibt vieles unsichtbar – etwa Unruhe, Anspannung oder spontane Zustimmung, die sich nicht sofort in Worte fassen lassen. Echo setzt genau dort an und entwickelt ein System, das subtile körperliche Signale erfassen und in den Designprozess zurückspiegeln kann.

Das Konzept basiert auf verkörperter Achtsamkeit.

Die Anwendung wirkt beobachtend, unterstützend und sensibel – sie begleitet Testpersonen im Hintergrund, ohne zu bewerten oder zu stören. Über verschiedene Sensoren werden spontane Impulse wie Druck, Berührung oder Hautleitfähigkeit erfasst. Diese Daten geben Hinweise auf emotionale Reaktionen und ermöglichen so ein umfassenderes Verständnis für das Nutzungserlebnis.

Der entwickelte Prototyp besteht aus einem handlichen Gerät

das wie eine minimalistische Maus in der Hand liegt. Es enthält einen Drucksensor zur aktiven Eingabe sowie Sensoren für Berührung und Hautleitwert – Letzterer wird über ein Paar Fingerhandschuhe getragen, um die Signale besser zu erfassen. Zusätzlich wurde ein 3D-gedrucktes Gehäusemodell erstellt, das die hypothetische Form des finalen Produkts zeigt. Eine ergänzende HTML-Oberfläche demonstriert, wie die gesammelten Daten später visuell aufbereitet werden könnten.

Zielgruppe sind UX-Designer:innen, Designstudierende und Forschungsteams, die sich intensiver mit Nutzererleben auseinandersetzen möchten – besonders in frühen Entwurfsphasen, in denen intuitive Reaktionen oft entscheidend sind. Echo versteht sich nicht als Ersatz bestehender Methoden, sondern als sensibler Begleiter, der neue Perspektiven aufzeigt.

Letztlich ist Echo ein Plädoyer für mehr Körper im Design.
Es fordert dazu auf, nicht nur zu fragen, was Nutzer:innen sagen oder tun – sondern auch, was ihr Körper sagt, wenn Worte fehlen. Das Projekt verbindet Technologie mit Achtsamkeit und zeigt, wie Designprozesse durch verkörperte Wahrnehmung präziser, empathischer und ganzheitlicher werden können.