Das Kino der Zukunft
Das Kino der Zukunft
Für das „Kino der Zukunft“ wird erforscht, wie neue Technologien wie AR, Photogrammetrie und Smartphone-Filmtechnik die Bildsprache und Erzählweise des fiktionalen Films verändern können. Ziel ist es, eine moderne Filmsprache für ein visionäres „Neues Kino“ zu entwickeln.
| Projektleitung: | Prof. Alex Herzog |
| Dauer: | 03/2023 bis 12/2024 |
| Förderer: | Interne Förderung (ZFF) |
Technologische Innovationen haben den Film seit jeher geprägt. Ob Tonfilm, Handkamera oder Musikvideo – neue Mittel eröffnen neue Ausdrucksformen. Heute stehen wir erneut an einer Schwelle: Smartphones liefern Kinoqualität, Augmented Reality verändert unsere Wahrnehmung, künstliche Intelligenz schafft neue Möglichkeiten der Bildgenerierung. In diesem Spannungsfeld untersucht das Projekt, wie sich die filmische Sprache unter dem Einfluss aktueller Technologien weiterentwickeln kann – mit dem Ziel, eine neue Ästhetik für das fiktionale Erzählen zu entwerfen, die nicht rückwärtsgewandt, sondern bewusst zukunftsorientiert ist.
Projektverlauf
Das Projekt folgt einem künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsansatz. Im Zentrum steht die kreative Auseinandersetzung mit Technologien wie KI, AR, Game Engines, virtuellen Studios und öffentlich zugänglichen Kamerabildern. Diese Mittel werden in experimentellen Kurzformaten eingesetzt, analysiert und hinsichtlich ihres gestalterischen Potenzials bewertet. Dabei geht es nicht um technische Machbarkeit allein, sondern um den künstlerischen Umgang mit den spezifischen Eigenheiten digitaler Bilder.
Ziel des Projekts
Das Projekt strebt die Entwicklung einer innovativen Filmsprache an, die neue Technologien nicht nur als Werkzeuge nutzt, sondern als Grundlage für ästhetische und erzählerische Innovation. Es soll Impulse für ein junges, visionäres Kino geben, das sich mit dem kreativen Potenzial digitaler Transformation aktiv auseinandersetzt.
Ergebnisse
Im Rahmen des Projekts wurden neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Game Engines, öffentliche Kameras und virtuelle Studios auf ihr kreatives Potenzial für das fiktionale Erzählen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht die Technik allein entscheidend ist, sondern der künstlerische Umgang damit. In verschiedenen experimentellen Ansätzen wurden neue filmische Ausdrucksformen entwickelt – etwa durch den Einsatz von Avataren statt realen Darstellern, durch den kreativen Umgang mit Überwachungskameramaterial oder durch bewusst „digital dekonstruiertes“ Bildmaterial, das sich klar von klassischem Realismus absetzt. Statt die Realität einfach zu imitieren, ging es darum, mit den Eigenheiten digitaler Bilder neue ästhetische Wege zu gehen. So entstand eine Vision für ein „Neues Kino“, das offen für neue Technologien ist, dabei aber immer den künstlerischen Ausdruck und das Erzählen in den Mittelpunkt stellt.