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Bratzeltoys

Projekte

Ein kompakter Midi-Controller, der durch seine simple, aber dennoch vielfältige Art

eine jede Live-Performance auf ein neues Level bringt.

Ein Studienprojekt von Vincenz Adler, Furkan Gülüs und Vincent Ruhl 3. Semester, 2020
Betreuende Dozenten: Prof. Dr. Kyrill Fischer, Prof. Thorsten Greiner

Die Bratzeltoys sind der Versuch, das Live-Performen auf ein neues Level zu bringen.

Die „Bratzelbox“ ist ein Midi-Controller, der durch sein schlichtes Design überzeugt. Er steuert ein Plugin an, das in Max/MSP designed wurde und als Ableton-Live-Device erhältlich ist.

Das Plugin hat zwei Oszillatoren, die je vier verschiedene Wellenformen (Sinus-, Sägezahn-, Rechteck- und Dreieckswelle) wiedergeben und über einen Amp-Knopf verstärkt werden können. Mithilfe der ADSR-Potis kann das Verhalten der Wellen präzise gesteuert werden. Der Noise-Generator erlaubt dem Nutzer, nicht nur mit Wellenformen, sondern auch mit weißem oder rosa Rauschen zu arbeiten. Ein simpler Filter mit Cutoff- und Resonance-Frequenz hilft, den Sound zu formen. Der Detune-Knopf bringt dem Nutzer das nostalgische Gefühl der 80s-Synths wieder. Mit Reverb und Delay ausgestattet, bietet der die kompakte Box alles, was das Sound-Design-Herz so begehrt.

Das „Bratzelband“ ist ein Armband, das durch Bewegungen und Geschwindigkeit die Parameter der Effekt-Sektion steuern soll. Es soll über Bluetooth mit der Bratzelbox verbunden werden. Ein Bypass-Schalter sorgt dafür, dass das Band den Sound nicht dauerhaft beeinflusst und man auch Teile der Performance ohne das Band spielen kann. Die steuerbaren Parameter kann der Nutzer auch selbst festlegen. Das Band ist im Moment in der Prototyp-Phase und somit noch nicht einsetzbar.

Die Bratzelbox besticht durch ihre Größe, die es erlaubt, sie in allen möglichen Locations einzusetzen. Das ist gerade für DJs und Live-Performer von Interesse, da in Clubs selten viel Platz für Equipment ist. Die Bratzelbox soll Nutzer*innen die Möglichkeit geben, ihr Live-Set simpel, aber effektiv zu erweitern.

Wie man sieht – klein, aber kraftvoll.

Der Hardware-Code für den Controller wurde in der Arduino-IDE-Software geschrieben und dann auf ein Teensy 4.0 geflasht. Das Teensy-Board ist in der Hardware verbaut, damit das Synthesizer-Plugin von den Buttons und Fadern über Midi-CC-Werte angesteuert werden kann. Die Box wird über ein Mikro-USB-Kabel an den Computer angeschlossen.

Nach dem 3D-Druck wurde die Box mit schwarzer Farbe lackiert und dann zusammengebaut. Dazu mussten alle Kabel an die entsprechenden Platinen gelötet und die Dreh-Potis, Fader und Buttons installiert werden. Die Dreh-Potis wurden dann mit blauen Kappen versehen.