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IMPACT – Gamer unterstützen ESA bei Mondkrater-Markierung – Projekt der h_da

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Forschung

Die ESA plant in Zusammenarbeit mit der NASA eine Mondbasis, wobei Landemodule das notwendige Material liefern sollen. Eine Herausforderung besteht darin, dass die eingesetzte Software Mondkrater noch nicht präzise genug erkennt, was für die Module gefährlich sein könnte. An der Hochschule Darmstadt wird daher in Kooperation mit der ESA ein Spiel namens „IMPACT“ entwickelt, in dem Gamer eine Mondbasis bauen und dabei Mondkrater markieren, um die KI-Software zu verbessern. Das Spiel wird auf der Gamescom erstmals öffentlich präsentiert, sowohl am Gemeinschaftsstand des Landes Hessen als auch am Stand der ESA.

Die ESA plant ab 2031 mit dem Mondlander „Argonaut“ mehrere Mondmissionen, darunter eine Kooperation mit der NASA für eine Forschungsbasis. Mondkrater stellen eine Gefahr für landende Raumsonden dar, da bereits kleine Krater die Module kippen lassen können. Die bisher eingesetzte Software erkennt Krater noch nicht präzise genug. Laut Professor Stephan Jacob von der h_da können Menschen Formen und Helligkeitsunterschiede jedoch sehr gut erkennen, was für die Kratererkennung vorteilhaft ist.

Vor zwei Jahren entwickelte Professor Stephan Jacob zusammen mit 15 Studierenden verschiedene Prototypen und Konzepte für ein Spiel. Aus dieser Initiative entstand ein Forschungsprojekt, das nun von einem Team aus wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Studierenden weiterentwickelt wird. In Kooperation mit der ESA soll das Spiel finalisiert werden, um die KI-gestützte Software der ESA mit Daten zu trainieren.

Im Spiel übernehmen die Spielenden die Rolle von Raumfahrern, die eine Mondbasis errichten und Landemodule sicher platzieren müssen. Nach der Landung suchen sie einen geeigneten Ort für die Basis, idealerweise in einem Krater. Auf einer Oberfläche, die aus echten Mondbildern besteht, müssen die Spieler Krater erkennen und markieren. Danach forschen sie und bauen Rohstoffe ab, während sie neue Bauteile, wie Solarmodule, zwischen den Kratern landen lassen. Erfolgreiche Spieler schalten mehr Bereiche der Mondoberfläche frei, um die Siedlung zu erweitern. Da viele Spieler auf denselben Flächen bauen, erhalten Forschende mehrfach Daten aus denselben Regionen, was die Kratererkennung verbessert.

Es geht um die Markierung von 80 Millionen Datensätzen der Mondoberfläche, die von der Gaming-Community erfasst werden sollen. Professor Stephan Jacob betont, dass dies von Hand mühsam wäre, aber im Spiel den Gamern Freude bereitet. Er hebt hervor, dass Videospiele oft einen tieferen Sinn haben und zeigt, dass Gamer mit dem Spiel IMPACT dazu beitragen könnten, die Landung von Raumsonden sicherer zu machen.